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Athos - Der heilige Berg

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Manfred G. Dinnes

Athos - Der heilige Berg
Auf Entdeckungsreise in der Mönchsrepublik

Die autonome Mönchsrepublik Athos auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki ist der Gegenentwurf zu dem geschäftstüchtigen, auf Wachstum, Gier und Finanzbesessenheit versessenen Europa, denn hier hat sich die gläubige Alltagskultur, die Zeitlosigkeit und die Menschenwürde als Grundlage des Zusammenlebens erhalten.

Die Abgeschiedenheit dieses Gebietes der griechischen Halbinsel Chalkidiki mit der orthodoxen und autonomen Mönchsrepublik Athos gehört mit Sicherheit zu den etwas ausgefallenen Reisezielen. Im eigentlichen Sinne ist es dies allerdings nicht. Es entspricht eher einem Eintauchen in die Wagnisse des menschlichen Geistes, der auf den eigenen Spuren in der Zeitlosigkeit versinkt, denn seit mehr als tausend Jahren gelang es, die Mönchsgemeinschaft mit den heute bestehenden 20 Großklöstern und den Siedlungen der Skiten, mit ihrem Geheimnis der Zeitlosigkeit zu bewahren.
Der Autor versteht sich in diesem Sinne als Außenstehender, aber wagt aber auf seinen beiden Reisen den Balanceakt des Verstehens auf eine andere Art, denn er geht den Weg des Malers, legt nieder, welche Bedeutung die hier auf dem Athos gewählte Lebensform der Mönche hat.  Er begibt sich hinein in die Denkwürdigkeiten und Begebenheiten, welche von jeher spekulativ auf diese Halbinsel bezogen wurden.
Das Buch verschafft darüber hinaus einen Eindruck über die Klöster auf dem Athos, die durchaus unterschiedlichen Lebensformen unterliegen, über die Besonderheiten dieser Orte, der Herkunft der Mönche aus unterschiedlichsten Kulturkreisen, wie sie sich letztendlich zu einem eigenen homogenen Kulturkreis entwickeln. Der Athos gilt heute als eine Bastion der oströmischen Kirche, der östlichen Orthodoxie. Wir sollten aber nicht vergessen, dass diese zum abendländischen europäischen Denken beitrug und die Kultur des sogenannten „Abendlandes“ entscheidend prägte.

Zum Autor:
Prof. Dr. Manfred G. Dinnes, Maler, Bildhauer, Autor, Regisseur und GalerieleiterGeb. am 2. Oktober 1950 in Regensburg, verst. am 23. August 2012 in Pettendorf

Manfred G. Dinnes unternahm zum Studium anderer Kulturen Reisen durch Europa (Spanien), den Vorderen Orient (Türkei, Syrien und Irak) und Nordafrika (Marokko, Algerien, Mauretanien). Zur Finanzierung dieser arbeitete er als Hafenarbeiter, Bordmechaniker und Lastwagenfahrer. Nach schwerer Erkrankung kehrte er 1972 nach Europa zurück und absolvierte 1973/74 eine Ausbildung als Kirchenmaler und Restaurator und begann 1974 ein Studium der Freien Malerei an der „Akademie der Bildenden Künste Nürnberg“, dass er am 31. März 1979 „mit sehr gutem Erfolg“ abschloss und sich ein eigenes Atelier einrichtete.

Im Jahre 1990, nach der vielfältigen kunstpädagogischen Arbeit mit Schülern, folgte er der Einladung zu zwei Studienaufenthalten nach Počitelj in Bosnien-Herzegowina. Es entstand der Gemäldezyklus „West-östlicher Diwan“, eine Hommage an Johann Wolfgang von Goethe. 1994 entschloss sich Dinnes zur prakt. Hilfe für die vom Krieg betroffenen Gebiete und wurde zum Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Ges. „Brücken – für Humanität, Kultur, Toleranz und Dialog e.V.“ Als freier Mitarbeiter der „Mittelbay. Zeitung“ lieferte er zahlreiche Berichte aus dem Krisengebiet und veröffentlichte zwei Bücher zu diesem Thema, in denen auch die künstl. Verarbeitung der Problematik dokumentiert wurde. Aufgrund seiner Aktivitäten wurde er 1997 zum Prof. für interkulturelle Zusammenarbeit an der „Dzemal Bijedic Universität“ Mostar und zum Prof. für Freie Malerei und Glasgestaltung an der Kunstakademie Sarajewo ernannt.
Über diese vielfältigen Aktivitäten hinaus war er Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Kultur- Theaterkompanie „Regensburger Doana-Gsindl“, die sich dem Themen des Brauchtums (Raunachtstreiben) und hist. Szenen widmete, Leiter der Galerie „Atelier & Galerie“, St. Johann in Pfatter bei Regensburg und Kulturressortleiter von „Europeonline-magazine“.

Am 23. Aug. 2012 nahm sich Manfred G. Dinnes das Leben; am 26. Aug. 2012 folgte ihm seine Frau Karin, mit der er seit 1976 verheiratete war und die ihm immer hilfreich zur Seite stand, in den Tod.


163 Seiten mit vielen Farb- und Schwarz-weiß-Zeichnungen und Fotografien von Manfred G. Dinnes, Broschur, Klebebindung, Format 15,0 x 21,0 cm

20,80 € (A) / CHF 36,50




  • ISBN: 978-3-943210-24-8
  • Gewicht: 0.32kg
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Dieser Artikel wurde am Freitag, 06. Juli 2012 im Shop aufgenommen.

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