Buchverlag König

Pfaffenspiegel

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Corvin, Otto von


Pfaffenspiegel

Historische Denkmale des Fanatismus in der Römisch-katholischen Kirche


Dieses Hauptwerk des aus einem Adelsgeschlecht stammenden gebürtigen Polen Otto von Corvin (geb. 1812, Gumbinnen – gest. 1886 Wiesbaden) und späteren deutschen Offiziers, Publizisten, Erfinder und Revolutionärs, der nach seiner Verurteilung zum Tode durch Erschießen und seiner nicht mehr für möglich gehaltenen Begnadigung wie kaum ein anderer gegen die sozialen Verhältnisse der verarmten Bevölkerung und die dunklen Seiten der Kirche und Monarchie anschrieb, ist zu unrecht in den Schatten der Geschichte abgetaucht. Aufgrund seiner These, das ein bestimmter Teil des Christentums unendliches Leid über die Welt gebracht hat, wurden bezüglich weiterer Aussagen in dem Band in den Dreißiger Jahren in Deutschland Strafrechtsprozesse geführt, Druckverbote ausgesprochen, Beschlagnahmungen angeordnet und versucht, das Buch aus den Annalen der kirchenkritischen Literaturgeschichte zu streichen. Das die Erkenntnisse des Autors auch heute noch ihre Brisanz und Aktualität behalten haben, zeigt nicht zuletzt der Umstand, daß seit dem Erscheinen des Bandes im 19. Jahrhundert bisher über drei Millionen Exemplare verkauft wurden und kein Ende abzusehen ist.


Aus dem Inhalt:

1.  Wie die Pfaffen entstanden sind

2.  Die lieben, guten Heiligen

3.  Reliquienverehrung

4.  Die Statthalterei Gottes in Rom

5.  Sodom und Gomorrha

6.  Die Möncherei

7.  Der Beichtstuhl


Zum Autor:
Corvin stammte aus einer poln.-preuß. Familie und war der Sohn des Postdirektors von Gumbinnen Heinrich von Wiersbitzki und dessen Ehefrau Catharina Wilhelmine Sophie Mandel. Als Sohn eines Majors a. D. schlug er zunächst eine militärische Laufbahn ein und absolvierte die Kadettenschulen in Berlin und Potsdam. Da sich seine Hoffnungen auf eine Anstellung im Auswärtigen Amt bzw. Diplomatischen Dienst nicht erfüllten, nahm der Freidenker und Aufklärer seinen Abschied und ließ sich als Schriftsteller in Leipzig nieder. Die Debatte um die Trierer Wallfahrt von 1844 veranlasste Corvin, seinen „Pfaffenspiegel“ (1845) zu schreiben und zu veröffentlichen.

Schon früh begeisterte er sich für die 1848er Revolution und gehörte als „Chef des Generalstabs“ der „Deutschen Demokratischen Legion“ zu den Anführern der Revolution im Elsass und am Oberrhein. Am 23. Juli 1849 übergab er die Festung Rastatt an die preuß. Armee. Er selbst wurde als Kriegsgefangener am 15. Sep. 1849 standrechtlich zum Tode verurteilt. Sein Anwalt Rudolf Kusel erreichte jedoch, dass die Strafe in sechs Jahre Einzelhaft umgewandelt wurde, die Corvin in Bruchsal absaß. Nach seiner Entlassung 1855 verließ er Deutschland und war u. a. in Großbritannien als freier Journalist tätig. Im Jahre 1874 kehrte Corvin nach Deutschland zurück und ließ sich in Wertheim nieder. Seinen Ruhestand wollte er in Wiesbaden verbringen. Dort starb er im Alter von 74 Jahren am 1. März 1886. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden.

408 Seiten, Original-Reprintder 43. in Berlin gedruckten Ausgabe, des erstmals 1845 erschienen Buches mit dem Essay "Otto von Corvin - Ein deutscher Freiheitskämpfer in Wort und Tat" zum Leben und Wirken des Autors


Broschur, Klebebindung, Format: 15,0 x 21,0 cm


20,80 € (A) / CHF 36,50


  • ISBN: 978-3-939856-08-5
  • Gewicht: 0.61kg
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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 02. Mai 2012 im Shop aufgenommen.

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