Buchverlag König

Von Amiga bis Club-Cola - Wortschatz und Umgangssprache in der D

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König, Gerd Elmar (Red.-Ltg / Hrsg.)

Von Amiga bis Club-Cola - Wortschatz und Umgangssprache in der DDR Band 1 Von A bis C

Kleines Taschenlexikon der DDR-Geschichte

Das Buch enthält die wichtigsten Begriffe des Wortschatzes und der Umgangssprache in der DDR von A bis C

Verändern wir die Sprache oder verändert die Sprache uns? - Was ist nach 25 Jahren deutscher Wiedervereinigung noch geblieben von 40 Jahren „DDR-Sprache“ von 1949 bis 1989? Haben die Einwohner der ehemaligen DDR sich mit dem importierten „Westdeutsch“ abgefunden? Gibt es heute eine neue gesamtdeutsche Sprache? Oder gibt es auch heute noch typisch ostdeutsche Begriffe, die sich durchgesetzt haben im alltäglichen Sprachgebrauch? - Diesen und weiterreichenden Fragen möchte ich gemeinsam mit Ihnen, liebe Leser, nachgehen in der auf mehrere Bände angelegten Buchreihe. Trotz aller meiner Recherchen ist es jedoch nicht möglich, auch den letzten umgangssprachlichen Ausdruck oder im allgemeinen Sprachgebrauch die nur selten verwendete Fachbezeichnung zu dokumentieren. Trotz dieses Umstandes soll dennoch nach dem Abschluss meiner Arbeit eine ausführliche Lexikologie des sprachkulturellen Wortschatzes, auch mit der bisher nur wenig schriftlich erfaßten Alltagssprache, in anschaulichen, algemeinverständlichen Erläuterungen und einem durch Bildbeilagen ergänzten Konvolut vor Ihnen liegen als Zeugnis einer untergegangenen originären Wortkultur und der Geschichte eines Landes zugleich. - In der DDR gab es, wie wohl selten in einem Land mit nur wenigen Millionen Einwohnern, voneinander abgetrennte Sprachinseln wie das Bürokratendeutsch, das Fachchinesisch, die Sprache des (politischen) Untergrundes oder verordnete staatliche Begriffe und nicht zuletzt umgangssprachliche Wörter und Wendungen die diese karikierten oder unterliefen. Das Taschenlexikon bietet einen beabsichtigt ausgewogenen Überblick über alle Sprachbereiche und hält sich dabei an die alte originale Rechtschreibung, ohne in eine wehmütige Ostalgie- oder eine zweckoptimistische Nach-Wende-Stimmung abzugleiten. Es ist als solches Komödie und Tragödie: Skurril-komisches steht neben Tragischem, feinfühlige Ausdrücke wechseln mit Begriffen staatlicher Sprachdiktatur. - Sprache ist Kultur, Wahrheit und Lüge zugleich und kein statisches Gebilde, sondern dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen, was die heutige Internationalisierung der Begrifflichkeiten und das digitale Zeitalter mit seinem undurchschaubaren Wortkanon zeigt. Für den Herausgeber hätte sich die Arbeit an der Buchfolge gelohnt, wenn sich ein Teil der Leser in dem Wortschatz wieder erkennt und sich an Schönes und Tragisches in der DDR erinnert, andere zu der Erkenntnis gelangen, dass ihnen vieles über die untergegangene östliche Hemisphäre nun deutlicher und klarer erscheint und für Dritte das Interesse daran geweckt wurde, mehr zu erfahren über den einstigen östlichen Teil von Deutschland, in dem es nicht nur Leidende, sondern auch lebensfrohe Menschen gab, die an eine Zukunft glaubten, die jedoch noch in weiter Ferne lag. Gerade in unserer heutigen Zeit ist die Toleranz gegenüber dem, der eine andere Sprache spricht oder gesprochen hat, eine Grundlage zur Verständigung und zur Hinwendung zu einer nicht nur auf den Profit orientierten, friedvollen Gesellschaft.

Zum Herausgeber: 
Gerd Elmar König wurde 1956 in einem Greizer Vorort im Vogtland geboren. Nach der zehnklassigen Schulzeit erlernte er einen Grundberuf in der Metallbranche und übte danach verschiedene Tätigkeiten im Kulturbereich seiner Heimatstadt aus. Nachdem er sich autodidaktisch mit Literatur und dem eigenen Verfassen von Texten beschäftigt hatte, studierte er in den Jahren 1984 bis 1989 an dem „Literaturinstitut Leipzig“ und schloss die Hochschule mit gutem Erfolg ab.

Er veröffentlicht seit 1980 Erzählungen, Gedichte, Essays und Hörspiele in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Für verschiedene Buch- und Funk-Veröffentlichungen erhielt er Literaturpreise im In- und Ausland und leitete Literatur-Werkstätten und Lektorats-Seminare im deutschsprachigen Raum. – In den Jahren 1991-1994 war er nach seiner initiierten Wiedergründung des „Greizer Heimat- und Geschichtsvereins e. V.“ verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Greizer Heimatbote“. Parallel dazu gründete er im Jahr 1991 zusammen mit Michael Rudolf den „Verlag Weisser Stein“, der sich vor allem mit aufklärenden regionalen Buchprojekten und satirischen Streitschriften beschäftigte. Seit dem Jahr 1995 ist König im eigenen Verlag als Autor, Redakteur und Lektor und Herausgeber tätig und etablierte zunächst ein sachbezogenes Zeitschriften-Titelprogramm. Seit dem Jahr 2000 entwickelte er verschiedene Buchreihen zu den Themenschwerpunkten: Kultur- Regional- und Volksgeschichte, (Sachbücher), Abenteuer, Entdeckungen und Reisen (Sachbücher, Belletristik), Grenzwissenschaften und Zukunftsforschung (Sachbücher), Magie und Mythos, Märchen und Sagen (Sachbücher, Belletristik). Inzwischen umfasst das Verlagsprogramm ca. 200 lieferbare Titel.

365Seiten mit Farb- und Schwarz-weiß-Abbildungen, Fußnoten- und Quellensammlung und einer Übersicht weiterführender Literatur, Taschenbuch-Broschur, Klebebindung,
Kleinformat: 9,0 x 6,0 cm.


10,80 € (A) / CHF 17,20

Anzahl:

  • ISBN: 978-3-943210-75-0
  • Gewicht: 0.113kg
  • 54 Stück auf Lager


Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 26. März 2015 im Shop aufgenommen.

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