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Wasser für Taif

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Casagrande, Rudolf


Wasser für Taif

Ein Tagebuch aus Südkorea


Der österreichische Künstler Rudolf Casagrande war beim Test von Gittermasten für eine Hochspannungsleitung, die ein Wasserversorgungsprojekt absichern sollte, in Südkorea tätig und lernte das Flair von Seoul, die nähere Umgebung und das weitere Land auf einmalige Art und Weise kennen. Es entstand ein Reisebericht mit vielen nachhaltigen und stilsicheren Zeichnungen von Land und Leuten, der hinter die Kulissen der asiatischen Metropole blickt und dabei nicht die Augen vor dem wirklichen Geschehen verschließt.


Erstaunlicherweise ist bisher wenig über das geteilte Land Korea im deutschsprachigen Raum bekannt, obwohl Nord- und Südkorea trotz des fernöstlichen Flairs einige gesellschaftliche Parallelen zur europäischen Heimat aufweisen. Aus dem geschichtlichem Desaster von Jahrhunderten unter fremder Herrschaft und der darunter erlittenen Unterdrückung entwickelte sich ein Nationalismus, der nicht mehr zu vergleichen ist mit anderen kleinen Nationen, die aus irgendwelchen Komplexen oder berechtigt einen übertriebenen Nationalstolz zeigen. Eine der Folgen dieser Entwicklung mit der Hoffnung auf die Wiedervereinigung mit dem Nordteil des Landes, sind eine Opferbereitschaft der Menschen und ein wirtschaftlicher Boom, der vor allem in der Metropolregion Seoul, dem Handels-, Industrie-, und Kulturzentrum Südkoreas mit ca. 25 Millionen Menschen zutage tritt. Dabei überrascht wohl am meisten das Aufeinandertreffen von schier unglaublich primitivem Leben mit moderner Technik.

Zum Autor:

Casagrande ist ein österreichischer Künstler, der 1942 in Innsbruck geboren wurde. Er absolvierte seine Ausbildung in Innsbruck an der Gewerbeschule HTL. Anschließend trat er in den Berufsverband bildender Künstler in Frankfurt ein, wo er Mitglied der Künstlergruppe „Klosterpresse“ im früheren Karmeliterkloster wurde. Um seinen Lebensunterhalt als Künstler abzusichern, nahm er in Berlin und München ein Studium als Bauingenieur auf, das er als Dipl.-Ing. abschloss.
Nach dem Studium hielt er sich längere Zeit in Zaire, in Saudi Arabien und im Libanon auf und unternahm Kurzstudienreisen in den Mittleren Osten und nach Asien. Während seines Aufenthalts in Zaire im Jahre 1975 begann er aus Mangel an verfügbaren Malleinwänden die Serie „Alternative Malgründe“, in der er Mehl- und Kaffeesäcke als Malgründe verwendete. Im Jahre 2002 war er Stadtzeichner in Krems / Niederösterreich im Stadtmuseum und der Kunsthalle Krems auf Einladung der Stadt Krems und des Landes Niederösterreich. Einzelausstellungen von Casagrande waren im Gasteig München, in der Kunsthalle Nassereith und in verschieden Galerien zu sehen.
www.casagrande-online.com

Kommentar zum Buch von Josef Hattmannsdorfer:
Rudolf Casagrandes Tagebuch aus Süd-Korea ist in mehrfacher Hinsicht besonders lesenswert:
Einerseits ist es ein Kunstbuch hohen Ranges:
Casagrandes spontan erstellte Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle fangen Menschentypen mit 
ihren Kleidungen und Besonderheiten sowie ihre Tätigkeiten in bestimmten Situationen ein, wie sie auch Landschaften, kulturelle Örtlichkeiten und architektonische Details und Feinheiten,
etc. von Südkorea erfassen. Andererseits beschreibt Casagrande auf verblüffend ehrliche, teils erheiternde Art nicht nur
seine Tätigkeit als Test-Ingenieur, der in Vertretung des Kunden den Stress-Tests für die
Belastungen von Hochspannungsmasten beiwohnte, diese also abzunehmen hatte; sondern er erkundet bei seinem Aufenthalt in Südkorea auch Land, Sehenswürdigkeiten
und Leute in den verschiedensten Lebenslagen: er schreibt dabei u.a. über Hochzeitsreisende,
über eine etwas zweifelhafte Bar, über Reisemöglichkeiten alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln
zu abenteuerlichen Plätzen, über Märkte und über welch geringe Warenauswahl auf diesen zum Teil vorherrscht,
und über vieles mehr.
In Summe ist dieses Buch ein Teil-Abbild von Südkorea vor 30 Jahren in Bildern und Worten, das sich vermutlich bis heute nicht so grundlegend verändert haben mag. Ich ließ mich von diesen erheiternden Tagebuchaufzeichnungen mit den Bildern des Künstlers darin begeistern und empfehle dieses erfrischend geschriebene, künstlerische Buch.

183 Seiten mit vielen Farb-und Schwarz-weiß-Zeichnungen von Rudolf Casagrande
Broschur, Klebebindung, Format: 15,0 x 21,0 cm

20,80 € (A) / CHF 36,50


Anzahl:

  • ISBN: 978-3-943210-22-4
  • Gewicht: 0.28kg
  • 3 Stück auf Lager


Dieser Artikel wurde am Dienstag, 09. Juni 2015 im Shop aufgenommen.

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